Es ist wohl die Faszination, die uns zu diesen Hunden führte. Sicher auch gepaart mit der notwendigen Realität, nun wieder Wölfe in Deutschland zu haben und seine Weidetiere davor schützen zu müssen.

Neben unseren Maremmanos, die wir seit einiger Zeit, erst wegen der vielen Kolkraben in unserer Region und nun auch wegen der Wölfe halten, entschieden wir uns zusätzlich noch für Kangals, da uns manche Aspekte bei den Maremmanos fehlten. Es sind die unterschiedlichen Arbeitsweisen der Hunde und die sich daraus ergebenden Einsatzmöglichkeiten. Dazu kommt außerdem, dass, wenn man sich einmal in die Ausbildung der Herdenschutzhunde hinein vertieft, man irgendwann mehr wissen will, und dafür eignen sich die sicher nicht immer einfachen Kangals hervorragend. Und wenn alles klappt, ist es sicher eine sehr große Faszination auf die man blicken kann.

Die Schwierigkeit bei Kangals im Gegensatz zu z.B. den Maremmanos ist folgende: Einen Maremmano bekommt man problemlos mit Zuchtpapieren, aus Arbeitslinien oder auch nicht, mit Ahnentafeln über fast unendlich viele Generationen. Einen Kangal bekommt man „ natürlich immer reinrassig“ von türkischen Mitbürgern, Industriegrundstückbesitzern, Menschen die ihn schnell über ebay wieder los werden wollen oder aus Tierschutzzentren. Das Problem dabei ist, in den letzten Generationen hat dort niemanden der Herdenschutz interessiert und jede Vermischung mit anderen Hunderassen entfernt diese Eigenschaft nochmals erheblich. So bleibt oft nur,  diese Hunde nach dem Phänotyp auszuwählen. Da es bei Kangals ja nun die Arbeitshundetypen und die Hundekampftypen gibt, sollte man da gut entscheiden.

Unsere Hunde wählten wir nach genauen Kriterien aus, um einen möglichst hohen Herdenschutzerfolg mit ihnen zu haben. Dazu hatten wir noch das seltene Glück, doch einen Hund mit türkischen Zuchtpapieren zu bekommen.

Mittlerweile sind unsere Hunde gut in die Herdenschutzarbeit eingewöhnt.

Wir sind Mitglied im Verband Herdenschutz.e.V.